Analoge Klangerzeugung, ein semimodularer Signalweg und ein lötfreier Aufbau treffen hier auf ein bewusst kompaktes Format. Du kannst das Instrument eigenständig spielen, über Steuerspannungen in ein vorhandenes Setup einbinden oder als 44-HP-Modul in dein Eurorack setzen. Im Kern arbeiten VCO, Ladder-Filter, VCA, LFO und ADSR-Hüllkurve in einem vollständig analogen Signalweg. Ein Wavefolder erweitert die klassische subtraktive Architektur um obertonreiche Klangfaltungen. So bleibt die Bedienung übersichtlich, während das Patchfeld genügend Raum für eigene Signalwege bietet.
Klangkern mit klarer Handschrift
Der spannungsgesteuerte Oszillator erzeugt Sägezahn- und Pulswellen, die du stufenlos miteinander mischen kannst. Über die Pulsbreite und deren Modulation veränderst du den harmonischen Charakter von schmalen, prägnanten Impulsen bis zu kräftigen Rechteckklängen. Anschließend formt das 4-polige Moog Lowpass Ladder Filter den Klang mit 24 dB Flankensteilheit pro Oktave. Cutoff und Resonanz reichen von zurückgenommenen Bässen bis zu scharf konturierten Leads. Bei hoher Resonanz kann das Filter selbst oszillieren und als zusätzliche Klangquelle dienen.
Direkter Zugriff auf Tonhöhe
Das integrierte Tastenfeld umfasst eine vollständige Oktave von C bis C. Seine 13 anschlaglosen Taster erlauben dir, Klänge ohne externen Controller anzuspielen und unmittelbar zu beurteilen. Glide sorgt für fließende Übergänge zwischen den Noten. Mit dem KB-Scale-Regler bestimmst du, wie weit die Tonhöhen über das Tastenfeld auseinanderliegen. Dadurch kannst du neben vertrauten Intervallen auch bewusst abweichende Skalen und mikrotonale Tonbeziehungen erzeugen.
Obertöne durch Faltung
Der analoge Dioden-Wavefolder ergänzt den üblichen Weg aus Oszillator, Filter und Verstärker. Anstatt Frequenzen ausschließlich aus dem Signal zu entfernen, faltet die Schaltung die Wellenform und fügt neue harmonische Strukturen hinzu. Die Intensität lässt sich kontinuierlich regeln. So erzeugst du mit analogem Wavefolding metallische Texturen, dichte Obertonspektren und bewegte Klangfarben, ohne eine zweite Klangquelle zu benötigen. Auch externe Audiosignale können über den Fold-Eingang bearbeitet werden.
Modulation in fließenden Übergängen
Für Bewegung sorgen ein analoger LFO und eine vierstufige ADSR-Hüllkurve. Der LFO lässt sich stufenlos zwischen Dreieck und Rechteck überblenden und reicht bis in den Audiobereich. Statt fester Umschalter nutzt die Modulationssektion Crossfader. Damit mischst du LFO und Hüllkurve in frei wählbaren Anteilen und leitest das Ergebnis an Tonhöhe, Pulsbreite oder Filter weiter. Diese variabel mischbaren Modulationsquellen ermöglichen lebendige Verläufe, rhythmische Veränderungen und komplexere Konturen, ohne dass du dafür sofort Patchkabel einsetzen musst.
Patchfeld für offene Signalwege
Die Patchbay stellt 24 Buchsen im 3,5-mm-Format bereit. Dazu gehören 13 Eingänge und 11 Ausgänge für Tonhöhe, Gate, PWM, Filter, VCA und Modulationssignale. Ein patchbares Sample-&-Hold-Modul erzeugt abgestufte oder zufällige Steuerspannungen. Ergänzt wird es durch Attenuator, Offsets, passive Mults und einen DC-gekoppelten Zweikanal-Mixer. Mit dieser umfangreichen CV-Steuerung kannst du interne Verbindungen überschreiben, eigene Signalwege aufbauen oder das Instrument mit anderen semimodularen Geräten verbinden. Außerhalb des Desktop-Gehäuses belegt die Schaltung 44 HP in einem Eurorack-System.
Bausatz ohne Lötarbeit
Die elektronischen Bauteile sind bereits auf der Platine montiert und kalibriert. Du befestigst lediglich Platine, Frontplatte und Gehäuse miteinander und montierst die Buchsenmuttern. Lötkenntnisse sind dafür nicht erforderlich. Der Aufbau vermittelt trotzdem einen verständlichen Einblick in die Konstruktion eines analogen Synthesizers. Eine passgenaue Schutzabdeckung hält Staub und Schmutz von Reglern, Tastern und Patchbuchsen fern. Patchkabel, Netzteil sowie die benötigten Montage- und Kalibrierwerkzeuge gehören ebenfalls zum Set.
Für wen ist der Moog Mavis gedacht?
Dieses Instrument passt zu dir, wenn du analoge Synthese ohne Menüs kennenlernen und dabei jeden Schritt des Signalwegs nachvollziehen möchtest. Für den Einstieg bietet die normalisierte Verschaltung sofort spielbare Klänge. Fortgeschrittene Anwender erhalten durch Wavefolder, Sample & Hold und modulare Hilfsfunktionen zusätzliche Möglichkeiten für experimentelles Sounddesign. Durch den Standalone- und Eurorack-Betrieb eignet sich der Synthesizer sowohl als kompakte Einzelstimme als auch als Ergänzung für ein vorhandenes CV-System.
- Für den verständlichen Einstieg in analoge Synthese
- Für CV-gesteuerte Desktop-Setups
- Für Eurorack-Systeme mit 44 HP freiem Platz
- Für Sounddesign mit Wavefolding und Sample & Hold
Features Moog Mavis
- Semimodularer monophoner Analogsynthesizer als lötfreier Bausatz für Standalone- und Eurorack-Betrieb
- Vollständig analoger Signalweg mit VCO, VCF, VCA, LFO und ADSR-Hüllkurve
- Analoger VCO mit stufenloser Mischung aus Sägezahn- und Pulswelle
- Variable Pulsbreite mit PWM für bewegte und obertonreiche Klangfarben
- 4-poliges Moog Lowpass Ladder Filter mit Resonanz und Selbstoszillation
- Analoger Dioden-Wavefolder zur Erzeugung zusätzlicher harmonischer Strukturen
- Audiofähiger LFO und vierstufige Hüllkurve mit stufenloser Modulationsmischung
- Integriertes 13-Tasten-Feld mit Glide und einstellbarer Keyboard-Skalierung
- 24-Punkt-Patchbay zur internen Verschaltung und Einbindung externer CV-Geräte
- Patchbares Sample & Hold für abgestufte oder zufällige Modulationsverläufe
- Modulare Hilfsfunktionen mit Attenuator, Offsets, Mults und DC-gekoppeltem Mixer
- VCA-Ausgang für Line-Signale sowie den direkten Anschluss von Kopfhörern
Technische Daten
- TypSemimodularer analoger Synthesizer-Bausatz
- KlangerzeugungAnalog
- PolyphonieMonophon
- Oszillatoren1 x analoger VCO
- VCO-Frequenzbereich8 Hz–16 kHz
- WellenformenSägezahn | Puls/Rechteck stufenlos mischbar
- PulsbreitenmodulationPWM über interne oder externe Modulationsquelle
- WavefolderAnaloger Dioden-Wavefolder mit regelbarer Intensität
- Filter4-poliges Moog Lowpass Ladder Filter | 24 dB/Oktave | selbstoszillierend
- Filterfrequenzbereich30 Hz–20 kHz
- Hüllkurve1 x analoge ADSR-Hüllkurve | 4-stufig
- LFO1 x analoger LFO | Dreieck und Rechteck stufenlos mischbar
- LFO-Frequenzbereich0.1 Hz–550 Hz
- VerstärkerAnaloger spannungsgesteuerter VCA
- Tastenfeld13 Taster | 1 Oktave von C bis C
- TastenprioritätLow-Note Priority | Legato-Triggering mit Glide
- Tonhöhensteuerung1 V/Oktave | Glide | variable KB-Skalierung
- Sample & HoldPatchbare Signal- und Gate-Quelle
- Modulare UtilitiesAttenuator | Offsets | passive Mults | DC-gekoppelter 2-in/1-out-Mixer
- Patchbay24 Patchpunkte | 13 Eingänge | 11 Ausgänge | 3.5 mm
- Audioausgang1 x 3.5-mm-VCA-Ausgang/Kopfhöreranschluss
- Eurorack-Breite44 HP
- Eurorack-StromaufnahmeMaximal 175 mA an +12 V | keine Nutzung der -12-V-Schiene
- Stromversorgung12 V DC | 1.2 A | Pluspol innen
- LeistungsaufnahmeDurchschnittlich ca. 1.8 W
- Gewicht0.43 kg
- Abmessungen (B x T x H)227 x 133 x 39 mm
Lieferumfang
- Vormontierte und kalibrierte Platine
- Desktop-Gehäuse
- Frontplatte
- Passgenauer Schutzdeckel
- 5 Patchkabel mit 3.5-mm-TS-Steckern
- 12-V-DC-Netzteil
- Sechskant-Steckschlüssel für die Patchbuchsen
- Kalibrierwerkzeug
- Montagematerial mit Schrauben, Sechskantmuttern, Gummifüßen und Lichtleiter
- Seriennummernetikett
- Schnellstart- und Montageanleitung




